Anna, ich hab Angst um Dich (2002)

Datum: Di., 6. Oktober 2026
Uhrzeit: 18:00 Uhr - 21:00 Uhr
Film

[DE] Dokumentarfilm

Kooperation mit der KZ-Gedenkstätte Moringen

Handlung

Dokumentarfilm über Anna Pröll und ihre Familie aus Augsburg. Im Mittelpunkt steht eine Frau, die bereits als Jugendliche Widerstand gegen den Nationalsozialismus leistete und dadurch selbst zur Verfolgten wurde. Der Film zeichnet ihren Lebensweg nach und verbindet ihre persönlichen Erfahrungen mit den Themen Widerstand, Zivilcourage, Solidarität und Freundschaft. Anna Pröll war gerade einmal 17 Jahre alt, als sie verhaftet wurde. Über das Augsburger Untersuchungsgefängnis und das Gefängnis Aichach kam sie schließlich in das Konzentrationslager Moringen. Ihre Erinnerungen geben einen unmittelbaren Einblick in eine Zeit, in der mutiges Handeln schwerwiegende persönliche Konsequenzen haben konnte. Dabei stellt der Film nicht nur historische Ereignisse in den Mittelpunkt, sondern er fragt auch danach, was Zivilcourage bedeutet und welche Bedeutung persönliche Verantwortung hat.

Hintergrund

Der 80-minütige Dokumentarfilm entstand unter der Federführung von Josef Pröll, der die Verantwortung für Kamera, Ton, Schnitt und technische Umsetzung übernahm. Die wissenschaftliche Bearbeitung erfolgte durch Wolfgang Kucera. Als Kommentarsprecher ist Dieter Goertz zu hören. Inhaltlich basiert der Film hauptsächlich auf den Erinnerungen von Anna Pröll und zeichnet ihr Leben von 1916 bis 2000 nach. Eine besondere Bedeutung kommt dabei dem Bezug zur Gedenkstätte Moringen zu. Anna Pröll war während der NS-Zeit in Moringen inhaftiert. Der Film versteht sich als Beitrag zur Erinnerungskultur sowie zur Auseinandersetzung mit Widerstand und Zivilcourage. Die Produzenten beschreiben ihn als „Geschichte zum Anfassen” und weisen darauf hin, dass er auch bei schulischen und öffentlichen Veranstaltungen gezeigt wird. Für eine Veranstaltung an der KZ-Gedenkstätte Moringen besitzt er daher einen unmittelbaren historischen und örtlichen Bezug.


Eintritt: frei