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Haute Couture – Die Schönheit der Geste (2022)

Datum: Di., 17. März 2026
Uhrzeit: 15:00 Uhr - 17:40 Uhr

KinoCafé

Drama / Komödie / Tragikomödie


Handlung

Nachdem die junge Jade (Lyna Khoudri) in der Pariser U-Bahn eine Handtasche gestohlen hat, bereut sie ihre Tat und versucht, die Besitzerin ausfindig zu machen. Sie hat nämlich entdeckt, dass die Tasche einer Frau gehören muss, die einen ähnlichen sozialen und ökonomischen Hintergrund hat wie sie selbst. Als Jade an der Tür des kleinen Vorstadthauses klingelt, in dem die Frau wohnt, lernt sie Esther (Nathalie Baye) kennen, eine Frau in den Sechzigern. Esther, die sich dem Ende ihrer Karriere als Direktrice bei Dior nähert, beschließt, der jungen Frau alles über das Nähen beizubringen.

Hintergrund

Regie führte Sylvie Ohayon, die das Drehbuch gemeinsam mit ihrem Bruder Pierre Trividic schrieb. Gedreht wurde teilweise in echten Haute-Couture-Ateliers, was dem Film eine hohe Authentizität verleiht. Inhaltlich verbindet der Film die Welt der exklusiven Pariser Mode mit sozialen Fragen: Die Begegnung zwischen der erfahrenen Schneidermeisterin und einer jungen Frau aus schwierigen Verhältnissen wird zum Ausgangspunkt einer Geschichte über die Weitergabe von Wissen, Handwerkskunst und gegenseitigem Respekt. Der Film ist somit weniger eine klassische Modegeschichte als ein ruhiges, humanistisches Drama, das die oft unsichtbare Präzision und Hingabe hinter der Haute Couture würdigt.


Eintritt: 5 € + 3 € für Kaffee und Kuchen

Zur besseren Planung bitte wir um Anmeldung unter ticket@neu-deli.de (Beteff: KinoCafé). Sie können gerne auch spontan vorbeischauen.


KinoCafé: Wir machen Kino, Sie trinken Kaffee.
Im Anschluss an den Film findet ein Klönschnack statt

Music for Black Pigeons (2023)

Datum: Sa., 14. März 2026
Uhrzeit: 18:00 Uhr - 19:30 Uhr

Dokumentation / Musik

Kooperation mit Kultur im Esel e.V.

Beschreibung

Zu den bekanntesten und produktivsten Jazzmusikern der Welt zählen Jakob Bro, Bill Frisell, Lee Konitz, Paul Motian und Midori Takada. Für ihren gemeinsamen Dokumentarfilm haben Jørgen Leth und Andreas Koefoed die Musiker 14 Jahre lang begleitet. Sie folgten dem dänischen Komponisten Jakob Bro, der auf drei Kontinenten Kontakt zu zahlreichen Jazzmusikern suchte, um zu ergründen, woher die Energie und Leidenschaft in ihrer Musik rühren. Der Film wechselt dafür nicht nur die Kontinente, sondern auch zwischen Live-Jams und Porträts der Musiker.


Eintritt: Erwachsene 8 € | Ermäßigt 5 €

Sinn und Sinnlichkeit [englisch OmU] (1995)

Datum: Mi., 11. März 2026
Uhrzeit: 19:30 Uhr - 21:45 Uhr

Drama / Komödie

KVHS Kino OmU - Filme in der Originalsprache

Handlung

Nach dem Tod ihres Vaters und der Ernennung ihres Halbbruders zum neuen Hausherrn können Elinor und Marianne Dashwood (Emma Thompson und Kate Winslet) das Anwesen nicht mehr ertragen. Seine hochmütige Frau Fanny (Harriet Walter) ist nicht bereit, ihren Besitz zu teilen. Also zieht das Geschwisterpaar mit ihrer Mutter und der jüngsten Schwester in eine andere Grafschaft zu einem anderen Verwandten. Sie leben jedoch vergleichsweise mittellos, da ihr Vater seinen gesamten Besitz an seinen Sohn John vererbt hat. Noch schlimmer ist, dass die Schwestern nicht zu ihrem Liebesglück finden. Sobald sie einen Mann kennenlernen, verlässt dieser sie kurze Zeit später für eine andere.

Hintergrund

Bei dem Film handelt es sich um die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Jane Austen aus dem Jahr 1811. Regie führte der Taiwanese Ang Lee, der mit seinem sensiblen und zurückhaltenden Inszenierungsstil internationale Anerkennung erlangte. Das Drehbuch schrieb Emma Thompson, die auch eine der Hauptrollen übernahm und hierfür mit dem Oscar ausgezeichnet wurde. Der Film wurde insbesondere für seine fein nuancierte Figurenzeichnung, die elegante Bildgestaltung und die Balance zwischen emotionaler Tiefe und leiser Ironie gelobt – ganz im Geist Jane Austens. Die Besetzung mit Kate Winslet, Hugh Grant und Alan Rickman trug maßgeblich zum Erfolg bei und verhalf mehreren Darstellern zu internationalen Durchbrüchen. „Sinn und Sinnlichkeit“ gilt bis heute als eine der gelungensten Verfilmungen von Jane Austens Werk und machte Ang Lee sowie Emma Thompson auch außerhalb des Arthouse-Kinos einem breiten Publikum bekannt.


Eintritt: Erwachsene 8 € | Ermäßigt 5 €

Die Fotografin (2023)

Datum: Di., 10. März 2026
Uhrzeit: 20:00 Uhr - 22:00 Uhr

Biopic / Drama / Krieg

Handlung

Als Frau mittleren Alters kämpft Lee Miller (Kate Winslet) mit aller Kraft dagegen an, nur als ehemaliges Model und Muse des Avantgarde-Fotografen Man Ray (Sean Duggan) in Erinnerung zu bleiben. Sie will mit der Liebe ihres Lebens, dem Kunsthändler Roland Penrose (Alexander Skarsgård), zusammen sein und zieht mit ihm in dessen Heimatstadt London, während die Nazis bereits ein europäisches Land nach dem anderen überfallen. Zunächst heuert Miller bei der britischen Vogue als Modefotografin an, hat jedoch schon bald wieder genug davon. Denn auch dieser Job wird von Männern bestimmt. Frauen sollen gefälligst ihre Pflicht erfüllen. Sie will aus diesem System ausbrechen und als Kriegsfotografin an die Front. Mithilfe ihrer Chefredakteurin Audrey Withers (Andrea Riseborough) stellt sie einen entsprechenden Antrag, der jedoch abgewiesen wird, da sie eine Frau ist. Die Amerikaner hingegen nehmen sie mit offenen Armen auf. Doch der Weg in den Krieg ist nicht ungefährlich.

Hintergrund

Der Film basiert auf der Biografie „The Lives of Lee Miller“ von Antony Penrose, Millers Sohn, und beleuchtet vor allem ihre Arbeit als Kriegsfotografin während des Zweiten Weltkriegs. Im Zentrum steht Millers Tätigkeit für das britische Magazin Vogue, für das sie die Befreiung Europas dokumentierte und dabei unter anderem die Konzentrationslager Dachau und Buchenwald fotografierte. Berühmt wurde eines ihrer Bilder, das sie in Hitlers Badewanne zeigt – ein starkes Symbol für das Ende des NS-Regimes. Regisseurin Ellen Kuras konzentriert sich jedoch nicht nur auf die historischen Ereignisse, sondern auch auf die psychischen Belastungen, die mit Millers Arbeit einhergingen. Somit ist der Film sowohl ein Porträt einer mutigen Frau als auch eine Reflexion über die Verantwortung und den Preis des dokumentarischen Blicks auf den Krieg.


Eintritt: Erwachsene 8 € | Ermäßigt 5 €

Ein Tag ohne Frauen (2025)

Datum: So., 8. März 2026
Uhrzeit: 11:00 Uhr - 13:00 Uhr

Matinee am Sonntag

Dokumentation

Zum Weltfrauentag

Beschreibung

Am 24. Oktober 1975 legten 90 Prozent der isländischen Frauen ihre Arbeit nieder, verließen ihre Häuser und weigerten sich, zu arbeiten, zu kochen oder sich um die Kinder zu kümmern. Damit brachten sie das ganze Land zum Stillstand und sorgten dafür, dass Island als „bester Ort der Welt, um eine Frau zu sein“, bekannt wurde. In diesem Dokumentarfilm erzählt Pamela Hogan zum ersten Mal die Geschichte dieses historischen Tages aus der Perspektive der beteiligten Frauen. Spielerische Animationen und eine humorvolle Note begleiten den Film.


Der Eintritt ist frei. Wir freuen uns über eine Spende.

The Breakfast Club (1985)

Datum: Sa., 7. März 2026
Uhrzeit: 17:30 Uhr - 19:30 Uhr

KinoStricken

Drama / Komödie / Tragikomödie


Dieses Mal haben wir als kleinen Bonus eine Tauschbörse für Restwolle im Angebot.

Handlung

Der Musterschüler Brian Johnson (Anthony Michael Hall), der Athlet Andrew Clark (Emilio Estevez), die wohlhabende Claire Standish (Molly Ringwald), der Raufbold John Bender (Judd Nelson) und die Außenseiterin Allison Reynolds (Ally Sheedy) müssen an einem Samstagmorgen gemeinsam in der Schulbibliothek nachsitzen. Ihre Aufgabe ist es, einen Aufsatz über ihre Persönlichkeit zu schreiben. Unter der Aufsicht des unsicheren Lehrers Richard Vernon (Paul Gleason) entwickelt sich zwischen den Jugendlichen ein dynamischer Prozess. Sie erkennen, dass sie zwar individuelle Persönlichkeiten sind, aber auch viele Gemeinsamkeiten haben. Die klaren Grenzen zwischen den einzelnen Schülern weichen zugunsten eines komplexeren Bildes auf, das Raum für eine differenzierte Betrachtung jenseits simpler Klischees lässt …

Hintergrund

Der Film ist ein US-amerikanischer Jugendfilm von John Hughes und gilt als einer der prägenden Filme des sogenannten „Brat-Pack“-Kinos. In dem Film hinterfragt John Hughes gängige Teenager-Klischees und legt soziale Rollenbilder offen. Er thematisiert Leistungsdruck, familiäre Erwartungen, Ausgrenzung und Identitätssuche und traf damit den Nerv einer ganzen Generation. Der Film entwickelte sich rasch zum Kultklassiker der 1980er-Jahre – nicht zuletzt aufgrund seiner ehrlichen Darstellung jugendlicher Gefühle. Bis heute gilt er als Referenzwerk für das Genre des Coming-of-Age-Films.


Eintritt: Erwachsene 8 € | Ermäßigt 5 €


KinoStricken - Gemeinsam gegen Einsam
Wir stricken gemeinsam und schauen einen Film.

Hierzu sind auch Gäste ohne Strichnadeln herzlich eingeladen.

Der Salzpfad (2025)

Datum: Di., 3. März 2026
Uhrzeit: 20:00 Uhr - 21:55 Uhr

Biopic / Drama

Handlung

Moth (Jason Isaacs) und Raynor (Gillian Anderson) stehen vor dem Nichts: Sie haben ihr Zuhause, ihr Vermögen und Moths Gesundheit verloren. Mit nur einem Rucksack und einem kleinen Zelt begeben sie sich auf eine mutige Reise entlang des South West Coast Path, Englands berühmten Küstenwanderwegs. Da sie keinen festen Wohnsitz haben, wird der Ort, an dem sie ihr Lager aufschlagen, zu ihrem neuen Zuhause. Unterwegs sehen sie sich mit Vorurteilen und Ablehnung konfrontiert und machen sich ständig Sorgen, ob sie genug Geld für den nächsten Tag haben werden. Doch trotz aller Widrigkeiten finden sie in der Natur und in zufälligen Begegnungen Trost und Inspiration. Ihre Wanderung wird zu einer Reise zurück ins Leben, bei der sie ihre Liebe neu entdecken, innere Stärke entwickeln und den Grundstein für eine neue Zukunft legen.

Hintergrund

Bei dem Film handelt es sich um die britische Verfilmung der gleichnamigen Autobiografie von Raynor Winn aus dem Jahr 2018 unter der Regie von Marianne Elliott. Für Elliott war es das Spielfilmdebüt. Das Drehbuch schrieb Rebecca Lenkiewicz. Der Film wurde für seine starke visuelle Umsetzung und die Leistung des Hauptdarsteller-Duos gelobt. Hintergrunddiskussionen über die Authentizität der zugrunde liegenden wahren Geschichte begleiteten sowohl das Buch als auch den Film. Im Sommer 2025 hatten Medienberichte Zweifel an einigen wahren Begebenheiten erhoben, was eine Kontroverse auslöste und Debatten über Erinnerungsprotokolle sowie Genregrenzen zwischen Fakt und Fiktion nach sich zog.


Eintritt: Erwachsene 8 € | Ermäßigt 5 €

Die Gleichung ihres Lebens (2023)

Datum: Di., 24. Februar 2026
Uhrzeit: 20:00 Uhr - 21:55 Uhr

Drama / Komödie / Tragikomödie

Handlung

Die Zukunft von Marguerite (Ella Rumpf), einer brillanten Mathematikstudentin an der renommierten Pariser École Normale Supérieure, scheint vorgezeichnet. Als einziges Mädchen ihres Jahrgangs steht sie kurz davor, ihre Dissertation abzuschließen. Sie muss diese nur noch vor einer Gruppe von Wissenschaftlern verteidigen. Doch diese lassen sie ins offene Messer laufen, und Marguerites Nerven spielen verrückt. Die Folge: Ihr Doktorvater wendet sich von ihr ab und nimmt stattdessen einen jungen Mann unter seine Fittiche. Desillusioniert wirft Marguerite ihr Leben in der Wissenschaft über den Haufen und versucht einen Neuanfang abseits der Wissenschaft.

Hintergrund

Die Regie führte Anna Novion. Der Film nutzt die Welt der abstrakten Mathematik als Spiegel für existenzielle Fragen nach Identität, Leistungsdruck und dem Umgang mit Scheitern. Besonders hervorgehoben wurde die ungewöhnliche Verbindung von Wissenschaft und emotionalem Coming-of-Age-Drama. Anstatt Mathematik zu vereinfachen oder sie nur als Kulisse zu verwenden, zeigt der Film authentisch akademische Konkurrenz, elitäre Strukturen und die psychische Belastung junger Spitzenforscher:innen. Hauptdarstellerin Ella Rumpf erhielt viel Anerkennung für ihre nuancierte Darstellung einer Figur, die zwischen rationalem Denken und emotionaler Orientierungslosigkeit steht. Der Film richtet sich gleichermaßen an ein Arthouse-Publikum und an Zuschauer:innen, die sich für moderne Lebensentwürfe jenseits klassischer Erfolgserzählungen interessieren.


Eintritt: Erwachsene 8 € | Ermäßigt 5 €

Überraschungsfilm (1989)

Datum: Do., 19. Februar 2026
Uhrzeit: 19:00 Uhr - 21:10 Uhr

Sneaky View

Abenteuer / Action

Kooperation mit dem StadtMuseum Einbeck

Beschreibung

Die Sneaky View bezeichnet eine Filmvorführung, mit nur angedeutetem Inhalt. Die Besucher wissen beim Kartenkauf also nicht genau, welcher Film gezeigt wird. Im Unterschied zu einer Sneak Preview, werden hierbei alte Filme und nicht die zukünftigen gezeigt.


Eintritt frei. Um Spende wird gebeten

Willkommen bei den Sch’tis (2008)

Datum: Di., 17. Februar 2026
Uhrzeit: 20:00 Uhr - 21:50 Uhr

Komödie

Handlung

Postfilialleiter Philippe Abrams (Kad Merad) bemüht sich um eine Versetzung an die sonnige Côte d’Azur. Der Grund: Er möchte seine launische Ehefrau Julie (Zoé Félix) aufheitern. Dank der Bemühungen seines Freundes Jean (Stéphane Freiss) gelingt es ihm beinahe, die begehrte Stelle zu ergattern. Doch dann erweist sich ein Konkurrent als behindert und wird daher bevorzugt. Bei der nächsten Bewerbung möchte Philippe nicht erneut leer ausgehen und gibt sich trotz großer Bedenken seitens Jeans als Rollstuhlfahrer aus. Prompt wird er bei einer routinemäßigen Kontrolle der Behörden als skrupelloser Betrüger entlarvt und in den ungeliebten Norden Frankreichs strafversetzt – eine Region, über die man sich im Süden oft Horrorgeschichten erzählt …

Hintergrund

Bei dem Film handelt es sich um eine französische Komödie von und mit Dany Boon, der auch die Regie führte und das Drehbuch mitschrieb. Im Mittelpunkt steht der humorvolle Kontrast zwischen Vorurteilen und der tatsächlichen Herzlichkeit der Menschen vor Ort. Der Film wurde zu einem außergewöhnlichen Kassenerfolg und entwickelte sich zu einer der erfolgreichsten französischen Produktionen aller Zeiten. Sein Erfolg beruht auf warmherzigem Humor, liebevoll gezeichneten Figuren und dem spielerischen Umgang mit regionalen Eigenheiten wie dem Ch’ti-Dialekt. Gleichzeitig traf der Film einen Nerv, indem er nationale Stereotype hinterfragte und regionale Identität positiv darstellte.


Eintritt: Erwachsene 8 € | Ermäßigt 5 €